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Neues aus der InterRail Gruppe

InterRail mit einer regulären Zugverbindung von und nach Usbekistan

Seit Ende März hat die InterRail Gruppe einen neuen Bahnservice ab dem russischen Hafen Vostochny nach Usbekistan im Portfolio. Ab Nakhodka-Vostochny gehen die Containerzüge auf die Reise nach Usbekistan. Bei dem angebotenen Service arbeitet die russische InterRail Tochter eng mit den usbekischen Kollegen zusammen und organisiert das Anmieten der Waggons, das Hafenhandling, die Frachtzahlung und das Zusammenstellen der Blockzüge.

Im Moment sind vier Züge ab Nadhodka-Vostochny nach Chukursay-Station (Usbekistan) unterwegs. Ab sofort soll alle 15 Tage ein Zug abgefertigt werden. Dank genügend angemietetem Rollmaterial für jeweils mindestens zwei Züge, kann ein unterbrechungsfreier Service angeboten werden. In naher Zukunft wird Rollmaterial für einen weiteren Zug bereitstehen, womit die Frequenz der Züge weiter erhöht werden kann.

TV Dokumentation über die längste Zugstrecke der Welt

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(Source: CRCT)

Im vergangenen Jahr wurde InterRail von einer gemeinnützigen TV-Produktionsfirma betreffend einer Coproduktion der beiden TV Sender CGTN und SFR kontaktiert. Thema der Fernsehdokumentation: die längste Zugstrecke der Welt. Auf InterRail wurde man aufmerksam, weil wir im November 2014 zusammen mit unseren Partnern den ersten Zug auf dieser Relation abfertigen durften und diese neue Zugverbindung ein grosses Medienecho auslöste. Die knapp 13’000 Kilometer lange Reise des damaligen Pilotzuges verlief ab Yiwu über Xinjiang in Westchina und weiter über Kasachstan-Russland-Weißrussland-Polen-Deutschland-Frankreich nach Madrid in Spanien.

Alles in allem war das Filmprojekt eine grosse Herausforderung für unsere Kollegen, die aber Dank ihrer guten Kontakte zu lokalen Behörden, den Eisenbahnen, u.ä. einen fantastischen Job gemacht haben. Insbesondere Alen Jangozin, Delegierter der InterRail Holding AG in Kasachstan, Chen Qian und Carsten Pottharst von InterRail Frankfurt, Maciej Mastalerski und sein polnisches Team sowie die in Russland haben ein aussergewöhnliches Engagement gezeigt. Alle beteiligten Kollegen werden im Abspann des Films namentlich erwähnt. Die gebotene Unterstützung war vielfältig, ob das nun ein offizielles Schreiben in der jeweiligen Landessprache für eine Dreh-Genehmigung, die Organisation eines Fahrzeugs mit Chauffeur, die Bereitstellung eines Übersetzers oder eine genaue Terminkoordination für das Filmen des Zuges beim Eintreffen an einem bestimmten Ort auf der Strecke war.  

Entstanden ist „Le Dragon de Fer“, ein 52-minütiger Dokumentarfilm, der von CGTN und SFR gemeinsam produziert wurde. Eine Filmcrew folgte der Strecke eines solchen Zuges und dokumentiert mit eindrucksvollen Bildern und interessanten Stories diese derzeit längste Zugstrecke der Welt. Der Film zeigt Landschaften und Kulturen acht eurasischer Länder entlang der Seidenstrasse des 21. Jahrhunderts und porträtiert die unterschiedlichsten Akteure auf dieser spannenden Reise. Er wirft dabei einen Blick auf die wirtschaftlichen Chancen, die die Belt and Road Initiative (BRI) mit sich bringt, zeigt aber auch den menschlichen Aspekt und regt zum Denken an.

Am 14. November 2017, am Rande einer Veranstaltung in Shanghai (4eme Dialogue de haut niveau sur les échanges humains Chine-EU), fand die Premiere des Films statt. Der Dokumentarfilm wird derzeit auf den französischen Fernsehsendern CGTN, SRF, TV5MONDE und TVE, ihren jeweiligen Websites und sozialen Netzwerken ausgestrahlt.


Link: https://www.youtube.com/watch?v=lPAnm4E6avQ

NEUES VON DEN EISENBAHNEN

High-speed Güterzüge zwischen China und Russland

Gemäss Medienberichten unterzeichneten der Vorsitzende der Russischen Eisenbahnen, Oleg Belozerov, und der Generaldirektor der China Railway Corporation Anfang Juni ein MoU betreffend einer Zusammenarbeit im Bereich Hochgeschwindigkeits-Güterverkehre zwischen China, Russland und Europa.  


Im Rahmen der Vereinbarung wollen beide Länder gemeinsame Schienengüterverkehrs- und Logistikdienstleistungen entwickeln, einschließlich Expresszustelldiensten zwischen China, Russland und Europa Russian Railways und China Railway Corp. werden für den grenzüberschreitenden elektronischen Handel und den Expressversand eine Analyse des Güterverkehrs auf der Schiene durchführen, einschließlich Prognosen für Transportvolumina und neue Produkte.

 

KTZ und die chinesischen Provinzen wollen noch enger zusammenarbeiten

Kanat Alpysbaev, Chairman of the Board, JSC National Company Kazakhstan Temir Zholy, hielt in Shanghai eine Reihe von Treffen mit Vertretern der Logistik-Plattformen in den chinesischen Provinzen Zhejiang (Yiwu), Hunan (Changsha), Jiangsu (Lianyungang), Shaanxi (Xian ), Sichuan (Chengdu), Henan (Zhengzhou) und Chongqing, sowie einer der größten globalen Containerbetreiber - COSCO Shipping Lines – ab, um die zukünftige Zusammenarbeit bei einer Reihe von Projekten zu diskutieren. 

Im Rahmen der Treffen wurden Pläne für eine weitere Zusammenarbeit diskutiert und Vereinbarungen getroffen, um das Volumen der Containertransporte von China nach Europa, Zentralasien, Türkei und den Golfstaaten zu erhöhen.

"Wir sind offen für die Entwicklung der Zusammenarbeit und bereit, das Transportvolumen durch Kasachstan (…) zu erhöhen", sagte der Leiter der kasachischen Delegation K. Alpysbayev. Als Ergebnis der Gespräche wurden entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet (Quelle: KTZ)

 

Die Ukraine erhält 7.000 Güterwagen 

Die Ukrainischen Eisenbahnen (Ukrzaliznytsya) hat gemäss Medienberichten angekündigt, dass sie in diesem Jahr und im nächsten Jahr jeweils zusätzliche 3.500 Güterwagen anschaffen wird. Der Kauf wird durch eine Investition der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) ermöglicht. Darüber hinaus hat die Europäische Bank eine Reihe von Infrastrukturinvestitionen in der Ukraine angekündigt. Die Verwaltung der Güterwagen, die mit diesen Kreditmitteln angeschafft wurden, soll einer separaten Aktiengesellschaft übertragen werden. Das Eigentum an den Fahrzeugen wird zwischen der EBWE und dem Eisenbahnverkehrsunternehmen in der Ukraine aufgeteilt. In den vergangenen Jahren hat die Bahninfrastruktur von Investitionen zur Elektrifizierung und Modernisierung der Hauptstrecken profitiert. Gemäss der Ukrainischen Eisenbahn wolle man mit diesem Projekt ein starkes Signal an weitere potentielle Investoren senden, die ebenfalls an den Projekten von Ukrzaliznytsya interessiert sind.

„railfreightlocations.eu“ soll europaweit etabliert werden

Die EU-Kommission hat beschlossen, das Portal "Railfreightlocations.eu" zu einem europaweiten Standardinstrument für Informationen zu Bahnserviceeinrichtungen zu machen und die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH und ihre europäischen Partner für die Projektentwicklung zu ernennen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase wird das Projekt um alle Arten von Bahnserviceeinrichtungen wie Rangierbahnhöfe, Wartungseinrichtungen und Tankstellen erweitert. Das Portal, das seit Oktober 2015 als Pilotversion online verfügbar ist, umfasst derzeit mehr als 3.700 Standorte in ganz Europa, darunter intermodale Terminals, Schienenlogistikzentren (Railports) sowie öffentliche und private Anschlussgleise.

"Railfreightlocations.eu" soll allen Betreibern von Serviceeinrichtungen eine komfortable und kostengünstige Möglichkeit bieten, der Verpflichtung zur Veröffentlichung und Aktualisierung von Informationen über ihre Einrichtungen gemäß den einschlägigen EU-Vorschriften nachzukommen sowie weitere Informationen über ihre Einrichtungen und die Dienstleistungen, die sie anbieten.

So erhalten Verlader, Bahnbetreiber und weitere Bahnlogistikunternehmen eine zentrale Informationsquelle für alle marktrelevanten Betriebsdaten und -dienstleistungen. Neben der technischen Entwicklung des Portals und der initialen Datenerhebung werden auch Empfehlungen für ein Business- und Governance-Modell für eine zukünftige dauerhafte Nutzung des Portals entwickelt. Das Projekt wird etwa ein Jahr dauern und soll im Mai 2019 abgeschlossen sein.

Die Initiative wird von den wichtigsten Verbänden der europäischen Bahnindustrie unterstützt. Neben HaCon, dem Internationalen Verband für Schienengüterverkehr (IBS), der Internationalen Union für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße (UIRR), dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC), dem Deutschen Förderzentrum für Intermodalen Verkehr (SGKV) und der schwedischen Beratungs- und Softwarehaus Triona sind Projektpartner. (source: railwaypro)

Über das Portal: Die Struktur des europäischen Schienengüterverkehrsmarktes hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert und der Wettbewerb auf den Straßen nimmt weiter zu. Diese Situation ist besonders schwierig für Last-Mile-Operationen. Ein einfacher und schneller Zugang zu Informationen über die Infrastruktur der letzten Meile für den Schienengüterverkehr - insbesondere zu den Zugangspunkten für den Schienengüterverkehr - würde die Dienstleistungsplanung insbesondere über die Grenzen hinweg verbessern.

Mit railfreightlocations.eu ist deshalb ein Schritt getan, um den Markt mit einem webbasierten Portal zu unterstützen, das einen "benutzerfreundlichen Zugang zu Informationen über die Infrastruktur der letzten Meile für den Schienengüterverkehr" bietet.

www.railfreightlocations.eu

Fünf Fragen an Tatiana Roschupkina

Tatiana Roschupkina, Geschäftsführerin bei InterRail Kasachstan
Tatiana Roschupkina, Geschäftsführerin bei InterRail Kasachstan

Seit 2010 für InterRail Kasachstan tätig.

Ich halte einen Arbeitstag für erfolgreich…
…wenn alle Aufgaben gelöst sind.

Was mich in meinem Job am meisten beeindruckt, ist…
…die Fähigkeit, sich zu verbessern und ständig zu analysieren, um die richtigen Lösungen in verschiedenen Situationen zu finden.

Wenn ich nicht in der Transport- und Logistikbranche arbeiten würde, würde ich gerne…
…Ärztin sein.

Wenn ich eine Weltreise machen könnte, wären das meine Ziele…
….Australien, Neuseeland und Frankreich.

Ich möchte gern…
….ein glückliches, gesundes Leben und das Unternehmen immer wieder zum Erfolg führen.